Klamottendetox

Heute reden wir mal über ein Thema welches derzeit immer öfter in aller Munde ist.

Wieviele Kleider braucht man/frau?

Wenn ich auf Instagram durch die Timeline scrolle, sehe ich jede Menge Damen mit den neusten Trends und Styles. Neue Farben und Muster, Polkadots und Hahnentrittmuster, mein Modeherz lacht und der Finger klickt gerne auf den Button „in den Warenkorb legen“.

Es ist ja auch so einfach, ein paar Tage später klingelt der Postbote und die neuen Teilchen wandern in den Kleiderschrank. Doch braucht man das alles? Ich habe mich doch tatsächlich schon ertappt im Kleiderschrank Sachen hängen zu haben, die ich nicht einmal angezogen habe. Shame on me.

Oder die Produkte sind so modern, dass ich sie nur einmal anziehe (wenn mein Modemut sehr groß ist) und dann kommt doch wieder das unifarbene Blüschen dran.

Auch ist es keine Garantie, wenn das hippe Instakleid augenscheinlich jedem passt, bei mir und 183 Körpergröße sieht es nämlich sehr bescheiden aus. Das einzusehen tut weh, man möchte doch gerne mithalten und hip sein. Genau wie die Teddycoat Jacken, ich habe sie anprobiert und wieder auf die Stange gehängt. Ganz nett, aber ziehe ich diese wirklich öfter an? Nein. Ich möchte keine One-Hit-Wonder mehr.

Aber nicht nur das Onlineshopping ist verführerisch, auch in den Läden winken überall neue Fummel zu Schnäppchenpreisen. Und so wandern jeden Tag Millionen an Dumping Preis Kleidungsstücken in die Kleiderschränke, weltweit. Und wenn dann in Bangladesch eine Fabrik abbrennt ist das Geschrei groß. Ich habe mal einen Bericht gesehen über die Bezahlung der Menschen die in solchen Fabriken arbeiten. Jämmerlich. Aber auch das ist keine Neuigkeit und hält scheinbar niemanden davon ab, weiter einzukaufen als gäbe es kein Morgen.

Ich bin sicher kein Moralapostel und habe wirklich viele Modesünden mitgemacht und kann auch nicht dafür garantieren, nicht hier und da mal wieder schwach zu werden. Einen kleinen Anfang für mich habe ich bereits begonnen, wir schreiben den 10.02.2020 und ich habe dieses Jahr noch nicht ein Klamottenteil geshoppt. Grandios. And the Oscar goes to-me!

Glaubt mal nicht dass es einfach ist für mich. Ich überlege nur ganz genau ob ich das Stückchen Stoff wirklich brauche. Oder reichen die 15 Pullover die daheim in der Kommode sitzen? Einfach mal mit Bedacht genauer überlegen. Der Geldbeutel freut sich.

Wie seht ihr das? Shoppt ihr auch so gerne? Wie wählerisch seid ihr?

4 Kommentare

  1. Hallo Moni!
    Glückwunsch zum Oscar, wirklich verdient 😜
    Ich find es total gut, dass Du darüber nachdenkst.
    Ich habe es etwas anders geplant. Wenn ich was neues kaufe, kommt dafür mindestens ein altes Teil weg, dass ich nicht mehr anziehe. Und ich habe letztens konkret eine blaue Strickjacke gekauft, um eine alte, kaputte zu ersetzen. Das passiert mir auch nicht oft, meist wird eher zusätzlich gekauft. 🙈
    Liebe Grüße
    Dani

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    • Liebe Dani, das ist auch eine gute Idee. Ich habe im Moment jedoch soviel, ich muss nichts ersetzen wenn etwas wegkommt, ich muss erstmal ein wenig abbauen. Jeder hat so seinen Weg, wichtig ist doch vor allem die Achtsamkeit.
      Liebe Grüße,
      Moni

      Gefällt 1 Person

  2. Gerade erst Deinen Blog entdeckt. Der Beitrag ist ja schon ein wenig älter, könnte aber kaum aktueller sein.
    Zugegeben, mich hat erst Corona zur Vernunft gebracht, obwohl ich bereits vorher auf Langlebigkeit, Qualität und klassische Klamotten geachtet habe. Nur viel zu viel davon!
    Für mich ein notwendiger Dämpfer, den ich jetzt aber sehr zu schätzen weiß…
    LG Nicole

    Gefällt 1 Person

  3. Ich glaube die Einstellung geht ganz genau in die richtige Richtung! Ist doch immer wieder erschreckend, dass man im Kleiderschrank Dinge findet, an die man sich gar nicht mehr erinnern konnte. Bei mir muss immerhin für jedes neue Teil schonmal mindestens ein Altes raus. Definitiv müsste ich mir aber mal richtig viel Zeit nehmen und ausdünnen. Denn ich bin mir sicher, dass es ein gutes Gefühl ist, zudem hat man einen viel besseren Überblick und sollte sich schneller morgens entscheiden können. Außerdem sind wir mal ehrlich, das Top, welches vor zehn Jahren passte und aus Nostalgiegründen immer noch da hängt, wird wohl nie wieder passen und frustriert nur, wenn man es mal wieder überstreift und der vergangenen Figur hinterhertrauert 😉

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